Dauerbrandofen

Wärmespender, der hält, was er verspricht!

Wer durch einen Baumarkt schlendert, trifft immer wieder einmal auf ein besonderes Angebot, bei dem ein Dauerbrandofen angepriesen wird – doch kann kaum jemand etwas damit anfangen. Gegensätzlich zu einem normalen oder sonstigen Ofen, handelt es sich bei einem Dauerbrandofen um eine Entwicklung, die, wie der Name schon sagt, auf Dauer zum Heizen und Beheizen ausgelegt ist. Dies ist nämlich bei einem normalen Ofen eben nicht so, auch wenn es unwahrscheinlich klingt.

Heinrich Meidinger, sein Erfinder!

Der deutsche Physiker und Erfinder, Heinrich Meidinger, wurde am 29.1.1831 in Frankfurt/Main geboren. Er war auf vielen Gebieten der Technik zu Hause, ob es nun elektrische Kraftmaschinen, Feuerung, Heizung oder Beleuchtung war; auf jeden Fall konstruierte er 1869 den ersten Dauerbrandofen und setzte damit einen Meilenstein. Dieser Dauerbrandofen erwies sich für die damalige Zeit als ein sehr praktisches Objekt und wurde daher auch bald außerhalb von Deutschland bekannt, sodass sogar der Wiener Unternehmer Hermann Heim mit Heinrich Meidinger 1872 die Meidinger-Ofenfabrik gegründete, die von Heinrich Meidinger selbst ausschließlich damit beauftragt wurde, den Dauerbrandofen herzustellen.

Über welche Eigenschaften verfügt dieser Ofen und womit wird er beheizt?

Ein Dauerbrandofen kann mit fast allem beheizt werden, was es so zum Feuern gibt – sei es Scheitholz, Braunkohle, Briketts oder aber Steinkohle, die mit sehr hohen Temperaturen brennt. Dabei würde ein herkömmlicher Kamin der Steinkohle auf Dauer nicht standhalten, was aber dem Dauerbrandofen gar nichts ausmacht. Ist ein Kaminofen qualitativ hochwertig, ist es durchaus möglich, diesen rund um die Uhr zu betreiben, um die Glut, wie in einem Dauerbrandofen, über Nacht zu halten. Um einen Dauerbrandofen zu betreiben, haben sich Rinden-Briketts als hervorragend geeignet herausgestellt, obwohl dies ansonsten eigentlich nur mit dem Brennstoff Kohle zu erreichen ist. Denn normalerweise werden die Brennstoffe Braun- und Steinkohle in einem Atemzug mit einem Dauerbrandofen genannt, da solche Brennstoffe als Energieträger ihren Zweck erfüllen und die optimalen Qualitätsmerkmale haben.