Der Grundofen – ein modernes Heizsystem mit Tradition

Was ist ein Grundofen?

Ein Grundofen gehört zur Gruppe der Zimmerheizöfen. Diese Heizöfen erzeugen die Wärme dort, wo sie installiert sind, im Gegensatz zu beispielsweise Fernheizungen. Der Grundofen besteht aus einem Brennraum und den nachfolgenden keramischen Heizzügen. Das physikalische Prinzip, das dem Grundofen zugrunde liegt, ist einfach und wird seit Langem genutzt. Im Brennraum wird das Heizmaterial, meist handelt es sich dabei um Holz, verbrannt. Die entstehende Wärme wird direkt und durch die Rauchgase an die Heizzüge übertragen. Diese bestehen aus Schamottesteinen, die als Wärmespeicher dienen. Die Wärme wird in Form von Strahlungsenergie an den Raum abgegeben. Die Wärmestrahlung vom Grundofen ähnelt der Wärmestrahlung der Sonne und wird als sehr angenehm und behaglich empfunden.

Wie funktioniert ein moderner Grundofen?

Ein moderner Grundofen verwendet als Brennmaterial meist Holz. Das ist in mehrfacher Hinsicht umweltfreundlich, da Holz zum einen zu den nachwachsenden, einheimischen Rohstoffen gehört. Zum anderen erzeugt gut abgelagertes Brennholz kaum Rauch und wenig Asche, sodass der Grundofen nur alle paar Wochen von Asche gereinigt werden muss. Heute wird ein Grundofen meist als Zusatzheizung konzipiert, es gibt aber auch Konstruktionen, bei denen ein Grundofen zur Ganzhausheizung benutzt wird. Je nachdem wie der Grundofen konstruiert worden ist, muss nur alle 12 bis 24 Stunden nachgeheizt werden, da die Wärme im Grundofen in den Heizzügen gespeichert wird und nur langsam wieder an die Umgebung abgegeben wird. Das bedeutet aber auch, dass am Anfang der Heizperiode ein Nachheizen in kürzeren Abständen nötig ist, so lange, bis sich der Ofen selbst, die Wände des Raumes und die Möbel erwärmt haben.

Ein moderner Grundofen hat viele Vorteile. Sein Brennstoff, Holz, ist ein einheimischer Rohstoff und steht unabhängig von Gas- oder Ölimporten zur Verfügung. Holz ist außerdem erheblich billiger als die fossilen Brennstoffe. Die CO2-Bilanz für Holz ist ausgewogen, weil es beim Verbrennen nur so viel Kohlendioxid abgibt, wie es zuvor beim Wachsen aufgenommen hat. Außerdem wird die Strahlungswärme, die ein Grundofen abgibt als angenehm und natürlich empfunden. Weil ein Grundofen sauber ist, eignet er sich als Heizsystem für Allergiker und wird von Baubiologen empfohlen.