Eine Kaminkassette ist wie ein Booster für den Kamin

Was ist eine Kaminkassette?

Ein offener Kamin sieht zwar sehr schön aus und das prasselnde Feuer wirkt äußerst romantisch und anheimelnd aber als Heizung ist er nicht sehr gut geeignet. Er heizt nicht besonders gut, verursacht aber viel Schmutz und Geruchsbelästigung. Abhilfe schafft hier eine Kaminkassette. Dabei handelt es sich um ein Bauteil zur Nachrüstung für offene Kamine. Mit einer Kaminkassette werden die Nachteile des offenen Kamins beseitigt. Eine Kaminkassette ist ein Bausatz, der aus hochwertigem Stahl besteht und in den Kamin eingepasst wird. Der Innenraum der Kaminkassette ist mit feuerfestem Material verkleidet. Es gibt die Kaminkassette in standardisierten Maßen, Maßanfertigungen für jede Art von offenen Kamin sind ebenfalls möglich. Die Vorderseite der Kaminkassette wird von einer Tür eingenommen, für die größtenteils hitzebeständiges Spezialglas verwendet wird.

Was bewirkt die Kaminkassette?

Durch die Kaminkassette wird vor allem die Heizleistung des offenen Kamins erhöht, da die Wärme des Feuers nicht mehr ungenutzt durch den Schornstein entweicht. Die Auskleidung der Kaminkassette mit feuerfestem Material und die Rauchzüge bewirken, dass die Wärme gespeichert und an den Wohnraum abgegeben wird und nicht mehr ungenutzt entweicht. Gleichzeitig wird die Schmutz- und Geruchsbelästigung sowie die Brandgefahr stark reduziert, da die Kaminkassette den offenen Kamin gegenüber dem Wohnzimmer abschließt. Vor dem Kauf und der Installation einer Kaminkassette sollte man beachten, dass sie genehmigungspflichtig durch den zuständigen Bezirksschornsteinfeger ist. Diese Genehmigung ist notwendig, da durch den Einbau einer Kaminkassette die Brenntemperatur des Kamins wesentlich erhöht wird. Daher sollte man sich vorher mit dem Schornsteinfeger in Verbindung setzen, um sicher zu gehen, dass sich der betreffende Kamin für den Einbau einer Kaminkassette eignet.

Auch die beste Kaminkassette funktioniert nicht richtig, wenn kein korrektes Brennmaterial benutzt wird. Man sollte stets nur Brennmaterial verwenden, für das die Kaminkassette geeignet ist. Scheitholz beispielsweise muss gut abgelagert und trocken sein. Der Feuchtigkeitsgehalt sollte nicht mehr als 20 % betragen, da bei der Verbrennung sonst giftige Rauchgase entstehen können und der Kamin versotten kann.