Kachelofen

Behaglichkeit für Räume und Empfinden!

Der übliche Kachelofen ist ein Zimmerofen, der aus Schamottesteinen gebaut und mit Kacheln verkleidet wird, um darin Briketts und Holz zu verbrennen. Dabei gibt es verschiedene Formen eines Kachelofen, u. a. der Grundofen, ein Kombinationsofen oder der Warmluftofen. Dabei haben sich außerdem Sonderformen entwickelt, wie die Warmluftzentralheizung, die Kachelkunst, der Hypokaustenofen und die Warmwasser-Öfen, die einen Anschluss für einen Boiler haben und mit einer Umwälzpumpe das warme Wasser in die Wasserleitung einspeist.

Entwicklungsgeschichte

Genutzt wurde der Kachelofen bzw. sein Vorläufer vor allem in kalten Gebieten, insbesondere in den Alpen. Hier wurden direkt in die Häuser Backöfen oder Herdfeuerstellen unter einer Wölbung eingebaut. Wobei sich der Kachelofen im Mittelalter so entwickelte, dass der Backofen sich in einem Zimmer befand und die Befeuerung von der Küche aus vorgenommen wurde, sodass die Stube sauber blieb. Diese Heiztechnik blieb dauerhaft die Gleiche, doch wurde das Äußere immer künstlerischer gestaltet.

Erst im 18. Jahrhundert wurde begonnen, einen Kachelofen an einen Schornstein anzugliedern, wobei die Rauchgase vorher von der Feuerstelle durch einen Kamin abzogen. Damit trat auch der in Diskussion stehende Feinstaub auf, der auch durch einen Kachelofen abgegeben wird. Z. B. entstehen in der Schweiz ca. acht Prozent des Feinstaubs durch Holzfeuerung und von denen ca. zwölf Prozent allein durch Kachelofen.

Gefahrenquellen, die zu beachten sind!

Wird ein Kachelofen nicht richtig bedient, ist es möglich, dass der Brennstoff explosive Gase freisetzt, die dann verschwelen. Kommt es zu einer Explosion oder Verpuffung, kann der Kachelofen zerstört oder beschädigt werden, sodass sich Glut im Raum verteilt. Die Verpuffung entsteht, wenn die brennbaren Gase des Brennstoffes keine ausreichende Luftzufuhr erhalten. Aus diesem Grund wird der Kachelofen auch bei geöffneter Tür angeheizt und die Tür erst dann geschlossen, wenn der Brennstoff keine Flammen mehr entwickelt. Wird die Luftzufuhr dennoch unterbrochen, wird nicht alles vollständig verbrannt und es entsteht Kohlenmonoxid, das sich im Zimmer ausbreiten kann. Außerdem verursachen die nicht vollständig verbrennenden Brennstoffe Ablagerungen von Ruß und Teer, die einen Brandherd im Schornstein abgeben.