Ofenbau – mehr als ein Handwerk

Ofenbau ist ein traditionelles Handwerk mit Zukunft

Vor noch gar nicht allzu langer Zeit sah es so aus, als ob der Ofenbau nach und nach verschwinden würde, da mehr und mehr industrielle Heizungsanlagen die traditionellen Öfen verdrängten. Das Blatt wendete sich aber und begünstigte den Ofenbau mit dem stetigen Preisanstieg der konventionellen Brennstoffe wie Öl, Kohle und Gas. Den Verbrauchern kam auch mehr und mehr zu Bewusstsein, dass diese Rohstoffe nur in begrenzter Menge zur Verfügung stehen und eines Tages aufgebraucht sein werden. Hier liegt die große Chance für den Ofenbau. Ein guter Ofen ist nämlich in der Lage, wohlige Wärme und warmes Wasser aus einheimischen, nachwachsenden oder sekundären Brennstoffen zu erzeugen. Die technische Entwicklung machte auch vor dem Ofenbau nicht halt. Der Ofenbau bietet heute Öfen an, die Wärme nicht nur aus Scheitholz, Holzbriketts oder Pellets, sondern selbst aus Holzabfällen oder Papier erzeugen können. Natürlich bietet der Ofenbau auch Modelle mit fossilen Brennstoffen als Brennmaterial an.
Wie wandelt sich der Ofenbau?

Auch das traditionelle Handwerk Ofenbau entwickelt sich ständig weiter und passt sich den Anforderungen der modernen Zeit an. Während früher beim Ofenbau die Funktionstüchtigkeit und der Brandschutz an erster Stelle standen, gewinnen beim modernen Ofenbau die Energieeffizienz und der Umweltschutz mehr und mehr an Bedeutung. Die Anforderungen an den heutigen Ofenbau sind hoch. Ein moderner Ofen soll mit möglichst wenig und preisgünstigem Brennmaterial ein Höchstmaß an Wärme erzeugen und dabei so wenig wie möglich Asche und Emissionen hinterlassen. Daraus wird klar, dass so ein Ofenbau nur erfolgreich von einem Fachmann durchgeführt werden kann.

Ein anderer Aspekt im Ofenbau spielt ebenfalls eine immer größere Rolle. Dabei geht es um die Ästhetik. Ein Kamin oder Kachelofen bildet meist den Blickfang im Raum. Er soll nicht nur Wärme spenden, so wie ein industrieller Plattenheizkörper, sondern sich auch harmonisch in sein Umfeld einfügen und sein ureigenstes Element, das lodernde Feuer, richtig zur Geltung bringen. Schließlich ist ein im Kamin brennendes Feuer das Urbild von häuslicher Behaglichkeit.