Verwendung für viele Lebens- bzw. Arbeitsbereiche!

Die Gerätschaften, um etwas zu verbrennen, werden üblicherweise Öfen genannt. Dabei dienen Öfen meist zur Erzeugung von Wärme – unter Zuhilfenahme von Brennholz oder fossilen Brennstoffen wie Öl, Gas oder Kohle. Je nach der Art der Verwendung werden Öfen in verschiedenen Formen gebaut und dienen dann als Feuerstelle zum Backen oder Heizen bis hin zu Hochöfen, die seit Beginn der Industrialisierung zum Erzeugen von Stahl genutzt werden.

Die verschiedenen Formen der Nutzung und Bedarfs

Die meist angewendete Form von Öfen ist die Nutzung als Wärmequelle, d. h., Heizen, wobei die Bauart für Räume gestaffelt ist nach einfachem Holzofen bis zu Kachelofen oder Kamin. Dabei unterliegen Öfen differenzierten Kriterien, wie die Luftzufuhr (Raumluft abhängig oder unabhängig), das Baumaterial (u. a. Lehmofen oder Kachelofen) oder nach der Wärmabgabe. Das kann sein ein Warmluftofen, der warme Luft in den Raum abgibt (Heizlüfter) oder Grundofen, der durch nach außen abgebende Wärme die Zimmerluft erwärmt. Des Weiteren werden Öfen zum Kochen benutzt, wie z. B. der aus Ostasien stammende Anagama oder der Brasero aus Südamerika, einem mobilen Ofen der mit Kohle oder Holzkohle beheizt wird.

Wichtige Merkmale gibt es auch in der Technik von Öfen, u. a. wie Zeitbrandofen, Dauerbrandofen oder Drehrohrofen usw. Ebenso bedeutend ist die Art der Energiequelle für Öfen. So nutzt ein Solarofen die Sonne, wobei Wasser oder Nahrung im Brennpunkt eines Spiegels erhitzt werden. Aber auch die Öfen, die feste Brennstoffe, wie Holzpellets, Hackschnitzel, Sägespäne, Scheitholz, Papierfaser- oder Braunkohlebriketts sowie Steinkohle benötigen, außerdem Öl und Benzin als flüssigen wie auch Erdgas oder Butan als flüchtigen Brennstoff. Der letzte Faktor ist die Betriebszeit.

Seit wann bekannt?

In Mitteleuropa sind Öfen bereits seit der jungsteinzeitlichen bandkeramischen Kultur bekannt. Dies bezeichnet die älteste Bauernkultur aus dem Neolithikum. Keramikbrennöfen sind in Mitteleuropa spätestens zur Urnenfelderkultur entstanden, einer am meisten verbreiteten Kultur in der späten Bronzezeit von etwa 1300 bis 800 v. Chr.